Aug 4 2008

Personalisierte Suchergebnisse

von admin | Montag, 4 August, 2008 09:00 Uhr

(golem.de) Die Suchergebnisse, die Google zeigt, sind zum Teil auf den Standort des Nutzers, seine Such-Historie sowie die zuletzt gestellten Anfragen angepasst. Was sich im Einzelfall auswirkt, ist aber bislang nicht zu sehen. Das ändert Google nun. In der rechten oberen Ecke der Suchergebnisseiten gibt Google künftig einen Hinweis darauf, dass die jeweiligen Suchergebnisse auf den Nutzer zugeschnitten wurden und welche Faktoren eine Rolle spielten.

Das kann zum einen der Standort sein, den Google versucht, anhand der IP-Adresse des Nutzers zu ermitteln. Weiß Google dadurch, in welcher Stadt sich ein Nutzer vermutlich aufhält, werden die Suchergebnisse auf die Region zugeschnitten. Nutzer können zudem gezielt einen anderen Standort hinterlegen, was allerdings einen Google-Account voraussetzt. Die Informationen fließen dann auch in Google Maps ein.

Auch die zuletzt gestellten Suchanfragen können Einfluss auf die Suchergebnisse haben. Google versucht daraus auf den Kontext der aktuellen Suche zu schließen. Dies funktioniert unabhängig davon, ob ein Nutzer bei Google angemeldet ist oder nicht. Suchanfragen werden dazu kurzzeitig in einem Cookie gespeichert.

Nur bei angemeldeten Nutzern kann Google auf die sogenannte Web History zurückgreifen, vorausgesetzt der Nutzer hat diese Funktion aktiviert. Dann kann Google anhand aller Suchanfragen der Vergangenheit versuchen, die Suchergebnisse zu optimieren. Allerdings haben Nutzer hier auch die Möglichkeit, einzelne Suchanfragen aus ihrer Web History zu löschen, denn die Daten gehören dem Nutzer, so Google.

Neu ist allerdings nur, dass Google beginnt anzuzeigen, welche Suchanfragen auf diese Art und Weise personalisiert wurden, denn die entsprechende Personalisierung nimmt Google schon lange vor. Und nicht jeder Nutzer bekommt die neuen Hinweise bereits angezeigt, die Funktion soll in den kommenden Tagen nach und nach aktiviert werden.

Aug 1 2008

Datenschutz bei Google

von sommer | Freitag, 1 August, 2008 11:20 Uhr

(heise.de) Wie heise.de online aktuell berichtet, sind nicht nur Datenschützer wegen Googles Straßenansichtsdienst Street View besorgt. Auch Privatpersonen wehren sich gegen die Veröffentlichung von Außenansichten ihrer Häuser. So hat das Ehepaares Aaron und Christine Boring aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania Klage eingereicht, und will Google nun mit dem Argument abwehren, es gebe keinen umfassenden Schutz der Privatsphäre.

Die Google Anwälte antworteten, die Kläger seien keine Eremiten, die in der Wüste leben, sondern Mitglieder einer Wohngemeinde in den USA des 21. Jahrhunderts, schreiben die Google-Anwälte. Angesichts der modernen Satelliten-Technik existiere aber nicht einmal in der Wüste eine komplett abgeschirmte Privatsphäre. Die Klage der Borings entbehre jeder Grundlage. Das Anwesen könne von Nachbarn oder auch von Paketboten ungehindert eingesehen werden.

Die Borings hatten im April gegen Google geklagt, da sich dessen Kamerawagen während der Aufnahme der Außenansicht ihres Hauses auf einer privaten Straße befunden habe. Für die Verletzung ihrer Privatsphäre verlangen sie 25.000 US-Dollar Schmerzensgeld. Vor seiner Klageerwiderung, die nun vom US-Online-Magazin The Smoking Gun – einem TimeWarner-Unternehmen – bekannt gemacht wurde, entfernte der Internetdienstleister bereits die beanstandeten Fotos aus Street View und meldete dies dem Gericht.

Google argumentiert in seiner Erwiderung auch, die Wohnstraße der Borings sei nicht eindeutig als “privat” gekennzeichnet gewesen. Anstatt eine Funktion in Street View zu nutzen, mit der Nutzer ihren Wunsch nach Entfernen von Bildern melden können, seien die Kläger sofort vor Gericht gegangen – und das, obwohl Bilder ihres Hauses bereits an anderer Stelle im Internet veröffentlicht worden waren. Stattdessen hätten sie mit ihrer Klage dafür gesorgt, dass eine breitere Öffentlichkeit erst auf die Bilder ihres Hauses in Street View aufmerksam geworden sei. (aus: heise.de, 31.07.2008

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